Donnerstag, 6. Dezember 2018
kaputt kaputt
So so negativ momentan. Und es kotzt mich an. Reiss dich doch mal zusammen!

Zum ersten Mal mit Trauer konfrontiert greife ich nach dem mir altbekannten - Selbstzerstörung - und bin es doch soo satt. Und es scheint sich auch niemand mehr für meine "Hilfeschreie" zu interessieren, wobei ... ich weiß, dass "niemand" nicht stimmt. Die, denen es nicht egal wäre, möchte ich nicht damit belasten (nicht zu nah an mich herankommen lassen). Und die, die sich dann von Berufs wegen letztlich damit herumschlagen müssen (wenn ich es dann doch mal zulasse), verstehen meine Sprache nicht. Verstehen nicht, dass ich mit Worten nur sage, was sie hören wollen. Es funktioniert nicht mehr so wie ich es kannte. Ich bin mir nicht sicher, was sich geändert hat - ich, die Umstände, oder beides? Allgemein ist man sich wohl einig, dass ich mittlerweile alt genug und therapieerfahren genug bin, mit meinen Problemen auch ohne deren Hilfe klarzukommen. Dabei wünsche ich mir doch nur eine kleine Auszeit - vor dem Leben, vor den Ansprüchen, die ich an mich selbst stelle und die das Leben an mich stellt. Versorgt zu werden. "Gezwungen" zu werden, mich gut um mich zu kümmern, da ich es momentan nicht schaffe, mir selbst die Erlaubnis dazu zu geben.



Dienstag, 12. Juni 2018
near, far, blah blah blah
Ich glaube ich bin momentan sozial inkompatibel. Oder zumindest unbeholfen. Zu sehr in meiner eigenen Welt. Wenn mich dann jemand fragt, was ich so mache, wie es mir geht, kann ich nicht wirklich antworten. Die oberflächlichen Dinge, mit denen ich mir so die Zeit vertreibe und mich von anderen Dingen ablenke, sind zu banal, und die tiefergehenden Dinge sind zu persönlich. Und man kann eine Person, die man nicht oft trifft, oder die man vielleicht noch nicht mal wirklich kennt, ja nicht mit so etwas überfordern, und will auch keinen Seelenstriptease hinlegen.

Diese fiesen kleinen Stimmen, die mir ständig ins Ohr flüstern: "Siehst du, du bist ein Versager. Du bist NICHTS, du hast NICHTS, du kannst NICHTS." Die sind nicht hilfreich, ich weiss, aber gerade wenn ich versuche unter Menschen zu gehen, werden sie besonders laut. In meiner eigenen Welt bin ich zeitweise sogar ok, so wie ich bin, aber in der Aussenwelt bin ich nicht konkurrenzfähig. Auch wenn das übertriebene Leistungsdenken oft mehr in meinem eigenen Kopf, als in dem des Gegenübers ist.

Rückzug ist meine Strategie, um mich vor solchen Situationen zu beschützen. Wenn da nicht diese verdammte Einsamkeit wäre (blödes menschliches Bedürfnis), die mich in letzter Zeit öfter heimsucht. Ich will, aber ich will nicht. Und je mehr ich mich zurückziehe, desto unbeholfener fühle ich mich im Umgang mit Menschen.



Samstag, 12. Mai 2018
unentschlossen
Meine Bestie gestern war wie eine Miez vor der geschlossenen Terrassentür. Maaau.. lass mich raaaus!. Also habe ich die Tür aufgemacht - dumme Miez, sie wird ja doch nur wieder nass, und das mag sie nicht besonders. Miez streckte kurz ihr Näschen nach draussen - drehte sich um und rollte sich drinnen im Warmen zu einer Schlafkugel ein. Aber Hauptsache die Tür ist offen...

Heute ist es anders. Wie so oft begann auch dieser Tag mit einem relativ motivierten Morgen. Dann im Laufe des Tages: der altbekannte Verfall. Dem Elefanten, der nun auf meiner Brust sitzt, habe ich selbst die Türe geöffnet. Langsam aber sicher macht mich das aggressiv. Geduld mit mir selbst? Sorry, gerade leider ausverkauft.



Donnerstag, 10. Mai 2018
caged
Hallo. Bin in meiner Parallelwelt gefangen. Bekomme dementsprechend nichts sinnvolles auf die Reihe. Abgesehen von Wäsche waschen, das geht. Ist ansich ein super Skill. Reicht aber nicht. Wäsche waschen allein macht nicht glücklich. Es ist ätzend hier drin, ich fühle mich unwohl. Raus will ich aber auch nicht. Dort wäre es noch ätzender. Ein sehr kindlicher Teil von mir gibt gerade den Ton an. Will schreien, um sich schlagen, toben. Will beruhigt werden.

Ist doch alles kacke da draussen. Hier drin bestimme ich.



Mittwoch, 9. Mai 2018
failed
Und dann kommt das Leben so eben mal mit richtigen, sehr realen Problemen daher. Die Abwehr bricht zusammen.

Der erste Schock ist vorbei, aber ich hänge immer noch in alten Verhaltensmustern fest. Geduld haben du musst, ich weiss.